Die Anwesenheit eines Hundes kann die therapeutischen Ziele auf spezielle Weise unterstützen: Der Hund wirkt als Vermittler zwischen Kind und Umgebung. Meist kommt sehr schnell und unverfälscht eine Beziehung zwischen dem Hund und dem Kind zustande.
Die Beschäftigung mit dem Tier, das Streicheln, Füttern oder Spielen, berührt die Kinder auf emotionaler Ebene. Körperanspannungen verschwinden, eine ruhige Atmosphäre herrscht und die Lernbereitschaft steigt. Besonders Kinder mit AD(H)S, Depression, Ängstlichkeit, Aggression und mangelnden Selbstwertgefühl können sehr von der Anwesenheit des Hundes profitieren.
So erfährt sich das Kind bei der Arbeit mit dem Hund als kompetent und wirksam. Es kann lernen adäquater mit seiner Umwelt und anderen Menschen in Interaktion zu treten. Hyperaktive Kinder sind in der Interaktion mit Hunden deutlich entspannter als im Alltag. Und wenn der Hund mal nicht so gut mitmacht, steht auf einmal nicht mehr das „Menschen-Problem“ im Vordergrund, sondern das Tier!
Weitere Vorteile für Kinder aus der Arbeit mit Hunden sind:
- Verbesserung des Selbstwertgefühls, z.B. durch das Erreichen selbst gesetzter Ziele
- Abbau von Ängsten, nicht nur gegenüber Hunden
- Zulassen von Körpernähe
- Anregen von Kommunikation und Sprache
- Verstehen von non-verbaler Kommunikation
- Selbstmotiviertes Handeln und Lernen
- Emotionale Stabilisierung und Entfaltung
- Impulskontrolle
- Steigerung von Ausdauer und Lernmotivation
- Förderung eines Verantwortungsbewusstseins, durch Rücksichtnahme auf das Tier
- Zurücknehmen eigener Bedürfnisse, Einstellen auf Bedürfnisse anderer
- Regeleinhaltung (Umgangsregeln, Kommandos)
Die Wirkung der tierunterstützen Therapie ergibt sich vor allem dadurch, dass die Kinder eine absolute Wertschätzung für die eigene Person erfahren und mit all ihren Schwächen vom Hund akzeptiert werden. Die Hunde nehmen sie so an, wie sie sind.
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