Unsere Gesellschaft leidet an Einsamkeit – mehr, als sie weiss, und mehr, als sie sich eingestehen will. Die Ursachen und Auswirkungen sind vielfältig und betreffen generationenübergreifend alle. Einsamkeit hat viele Gesichter, das stimmt mehr denn je, doch wir haben verlernt, in die Gesichter zu blicken, und dies erst recht, seit wir durchs Maskentragen und Distanzhalten dazu gezwungen sind.
Einsamkeit offenbart sich meist nicht sofort. Wer einsam ist, zieht sich zurück, wird leise und unsichtbar. Und nur wer genau hinschaut, wer nachfragt und zuhört, stellt fest, dass sich die Einsamkeit überall in unserem Alltag zeigt. Wegschauen ist nie eine Option. Wir brauen vielmehr ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass viele Menschen um uns herum einsam sind.
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Ich würde mir wünschen, dass Menschen mehr füreinander und miteinander unterwegs sind, sich gegenseitig tragen und stärken in guten und schlechten Tagen.
Die Wirkung von einem etwas längeren Blick in die Augen, einem Lächeln, einem aufmerksamen Wort oder einer Umarmung kann den ganzen Tag eines Menschen aufheitern. Gemeinsam statt einsam.
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